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Leitung aktuell


Obmann:
Hermann Puser

StellvertreterIN: Brigitte Hinterberger

ChorleiterIN: Dagmar Fellner

VereinsmottO:
„Nach schwerer Arbeit Last, ein frohes Lied zur Rast."


Entstehungsgeschichte

Der Männergesangsverein „Einigkeit" wurde im Oktober des Jahres 1905 gegründet. Die Gründer des Vereins waren, was ihre Berufe anbelangt, repräsentativ für das St. Valentin der Jahrhundertwende: Gründungsobmann Johann Backfrieder war Postbeamter, sein Bruder Karl Gemeindesekretär,
Ludwig Miemelauer Uhrmacher, Josef Mick und Anton Steinkellner waren Angestellte der K. und K. Eisenbahn. Der erste Chorleiter war Josef Pürgy, der eine Deutsche Messe geschrieben hatte, die bei der 90-Jahr-Feier uraufgeführt wurde.

Nach der Gründung des Chores 1905 folgt ein Jahr später die erste Aufführung. 1912 wirkte der Chor bei der Silvesterfeier zugunsten der Ostmark mit den Liedern: „Der singende Friseur" und „Oberösterreichisches Volkslied" mit.
Danach folgte die erste Liedertafel des Männergesangsvereins. Das war der Anfang von zahlreichen Liedertafeln, die meistens im Kulturhaus von St. Valentin dargeboten wurden.

Ging es in den Anfangsjahren mit den Auftritten nur schleppend voran, so änderte sich dies bald. Zahlreiche Auftritte, nicht nur in St. Valentin, auch in Salzburg, Linz, St. Florian, Klagenfurt, Wien oder Innsbruck folgten. Zum Schutzfest des hl. Joseph wurde wieder die Deutsche Messe zur Aufführung gebracht, was in den nächsten Jahren ein weiterer Fixpunkt im Programm des Gesangsvereins war.

Auch an Gausängerfesten und Bundessängerfesten in verschiedenen Städten wirkte der Chor tatkräftig mit. Diese fanden z.B. in Linz, Klagenfurt, Wien, Salzburg, Leonding, Bad Hall, Schwertberg und Oftering statt. Aber der Gesangsverein machte es sich zur Aufgabe auch kleinere, private Veranstaltungen zu gestalten. Der Chor sang bei zahlreichen Geburtstagen, Hochzeiten, Begräbnissen, Primiz- und auch Sonnwendfeiern. Im Fasching nahmen sie regelmäßig an einem "Faschingsgschnas" teil, der jedes Mal mit viel Spaß ausgiebig gefeiert wurde.

Während des 1. Weltkrieges kam nur ein Auftritt zustande, und zwar die Mitwirkung bei der Wehrschildfeier des Veteranenvereins.

1923 wirkte der Chor bei der Glockenweihe in St. Valentin mit und brachte im selben Jahr zur Schubertfeier die Schubertmesse in der Kirche zur Aufführung.

Der Gesangsverein trat nicht nur allein auf. Er nahm auch an vielen Festsingen,
die von verschiedenen Chören organisiert wurden, teil, wie z.B. von Enns oder Mauthausen. Auch bei Heldenehrungen am St. Valentiner Kriegerdenkmal, Fahnenweihen oder Bezirksfeuerwehrtagen nahm der Männergesangsverein zu dieser Zeit teil.

1930 feierte der Chor ausgiebig sein 25-jähriges Gründungsfest, und er wirkte bei der Gründungsfeier des deutschen Turnvereins mit. Die politischen Umwälzungen und der Krieg 1939 schnitten eine große Kerbe im Vereinsleben. Auch während
des zweiten Weltkriegs kamen keine und in den Jahren danach nur wenige Auftritte zustande.

Anfang der 50er Jahre wurde die erste Tonbandaufnahme des Chores angefertigt. Dies sollte aber nicht die einzige sein. 20 Jahre später sangen der Männer-gesangsverein und der Frauengesangsverein mehrmals im Linzer Rundfunk und Linzer ORF-Studio. Raimund Tötzl wurde für die Sendung "Sing mit" eingeladen.

Bei der Eröffnungsfeier der neugebauten Hauptschule in St. Valentin brachte der MGV 1955 das Volkslied „A Hoamat" von Stelzhammer zum Vortrag. Viele Heimatabende im Arbeiterheim St. Valentin, Erntedankfeste, Liederabende und Frühlingskonzerte gehörten ebenfalls zum Aufgabengebiet des Chores.

1965 feierte der Chor das 60-jährige Gründungsfest des MGV. Sämtliche ehemalige Gesangsbrüder wurden zu diesem Festabend eingeladen.

Andere Männergesangsvereine interessierten sich für den Chor und der MGV Hauenstein aus der Pfalz stattete dem Chor einen Besuch ab , natürlich mit der Einladung zum Gegenbesuch.



Gründung des FGV

Nachdem der MGV ein erfolgreicher Chor geworden war, beschloss man auch einen Frauengesangsverein zu gründen. Im September 1966, als Herr Raimund Tötzl die Chorleiterstelle übernahm, wurde der FGV „Einigkeit" gegründet. Die beiden Chöre treten nicht nur einzeln auf. Als gemischter Chor nehmen sie ebenfalls an verschiedenen Veranstaltungen teil.


Werke und Auftritte

Dem gemeinsamen Singen werden keine inhaltlichen Grenzen gesetzt. Der Repertoirebogen spannt sich vom Volkslied über die geistliche Musik bis hin zur zeitgenössischen Chorliteratur.

1970 fand das Sängerbundfest des oberösterreichischen und salzburgschen Sängerbundes statt, an dem beide Chöre teilnahmen. Doch war dies nicht der einzige Auftritt außerhalb von St. Valentin. An Sängerfesten in Oftering und an Liederabenden in Gumpoldskirchen nahm der Gesangsverein ebenso teil, wie auch in den 70er Jahren an der Eröffnung der Brucknerhalle in Linz am 19. Sänger-bundfest im Brucknerjahr.

Dem Chor wurde die große Ehre zuteil, am internationalen Sängerfest in Innsbruck mit Volksliedern teilzunehmen, das vom Fernsehen und Rundfunk aufgenommen wurde. Auch der damalige Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger befand sich unter den Zuhörern.

Der MGV und der FGV nahmen ebenfalls an Wertungssingen teil, die sie jedes Mal mit großem Erfolg absolvierten. Erstmals nahmen beide Chöre 1989 am Wertungs-singen in St. Georgen im Attergau teil, wobei der FGV mit ausgezeichnetem und
der MGV mit sehr gutem Erfolg abschloss. Der Frauen-gesangsverein wohnte auch dem Wertungssingen des OÖSB (Oberösterreichischer Sängerbund) in Ungenach
als einziger Frauenchor bei und schnitt mit sehr gutem Erfolg ab.

1998 fand die Feier anlässlich 50 Jahre KMB (Katholische Männer Bewegung) der Diözese St. Pölten statt und der Chor führte die Schubertmesse auf. Aber auch in St. Valentin fanden zahlreiche Auftritte des Gesangsvereins statt, und er wirkte
bei vielen Veranstaltungen mit.

Ende der 70er Jahre wurde das ÖVP-Heim von St. Valentin renoviert und der MGV und FGV wirkte bei der Eröffnung mit.

Bei der 90-Jahr- Feier der freiwilligen Feuerwehr von St. Valentin sang der FGV
die dt. Bauernmesse.

1980 feierte der MGV sein 75 jähriges Bestehen mit einem Vereinsabend mit Ehrungen im Gasthaus Pillgrab.

Bei einem Liederabend wirkte als Gastverein der MGV Salzburg-Gnigl mit. Im ersten Teil wurden Werke aus der Romantik vorgetragen, im zweiten Teil des Programms herrschten überwiegend Volkslied und Moderne vor. Im selben Jahr sang der MGV die ,Gruber-Messe` in der Kirche Langenhart zur Raika-Filialeröffnung und anschließend bei der Eröffnungsfeier.

Auch das alljährliche Friedhofssingen zum Gedenken der verstorbenen Sänger ist ein fester Bestandteil des Sängerjahres.

Im Kulturhaus wurde das Adventsingen erstmalig mit eigener Zithergruppe unter der Leitung von Frau Olga Scheibner gestaltet, das ebenfalls ein Fixpunkt im Programm des Chores ist.

Wie jedes Jahr wurde der im Frühjahr veranstaltete Sängerball ein großer Erfolg und gut besucht.

Anfang der 80er Jahre wagten sich der Männergesangsverein und der Frauen-gesangsverein an das Singspiel „Rinaldo-Rinaldini" heran und brachten es gemeinsam im Kulturhaus von St. Valentin zur Aufführung. Wenige Monate später sang der MGV Trinklieder, Volkslieder und wieder die Räuberoper „Rinaldini" im Festsaal des Stiftes St. Florian. Der Erlös sollte zur Renovierung des Saals und der Bühne beitragen.

Auch die Geburtsjahre und Sterbejahre diverser Komponisten wurden gewürdigt. Zum 250. Geburtstag von Joseph Haydn wurde ein Liederabend im Kulturhaus von St. Valentin veranstaltet, wobei unter anderem „Komm holder Lenz" und „Die Himmel erzählen" im Programm enthalten waren.

1983 wurde St. Valentin zur Stadt erhoben. Anlässlich der Stadterhebung wurde die Sendung „Autofahrer unterwegs" in St. Valentin live aufgenommen, wo MGV und FGV im Gemeinschaftschor mit unserem Bruderverein Freiheit` aktiv mitwirkten .
Beim Festakt sangen die Chöre „die Niederösterreichische Landeshymne" und „Freude schöner Götterfunken." „Es waren zahlreiche prominente Gäste , wie z.B. Rudolf Kirchschläger und Landeshauptmann Ludwig anwesend.

Höhepunkt dieses Jahres war die Reise nach Hamburg zum Sängerfest, mit der Schallplattenaufnahme unseres Chorkonzertes mit dem Sieker Chor. Herr
Raimund Tötzl vertonte „Mei Valentin" von Oskar Angrüner, das anlässlich eines österreichisch-deutschen Liederabends 1984 uraufgeführt wurde. Der Chor wirkte auch bei der Gedenksteinenthüllung des ehemaligen Volksschuldirektors und Heimatdichters mit, der zur Jahrhundertwende gelebt hatte.

Ein Jahr später feierte der Chor das 80-jährige Vereinsgeschehen und anlässlich der Feier wurde die „Krönungsmesse" von Mozart zur Aufführung gebracht. Auch bei der Eröffnung des Rot-Kreuz-Hauses von St. Valentin wirkte der Gesangsverein mit.

Juni 1990: Die Feier zum 85-jährigen Bestand begann der Männergesangsverein "Einigkeit" St. Valentin am 4. Juni mit einer Festmesse in der Stadtpfarrkirche. Am 9. Juni wollte die ambitionierte Chorgemeinschaft mit ihrem traditionellen Liederabend beweisen, dass die rund 75 Sängerinnen und Sänger bei Gott nicht zum alten Eisen gehören! Unter dem Motto Singen ohne Grenzen` lockte der Männerchor sein Publikum gesanglich über Ungarn nach Kaukasien, ja sogar bis an die Ufer des Amazonas.

Dezember 1990: Jährlich veranstalten der Männergesangsverein und der Frauen-gesangsverein Einigkeit in der Pfarrkirche St. Valentin ein Adventsingen, dessen Reinerlös einem karitativen Zweck zugute kommt. Das Adventsingen '90 stand ganz im Zeichen der Kinder von Tschernobyl. Der Chor ersang 16.000 ÖS.

1995 wurde das 90-jährige Bestehen des Männergesangsvereins gefeiert. Am Pfingstsonntag hat der MGV,Einigkeit` mit der Uraufführung der deutschen Messe des ersten Chorleiters, Josef Pürgy, sein Jubiläum '90 Jahre MGV' eröffnet.
Um 11 Uhr fand ein Festakt im Kulturhaus statt. Herrn Raimund Tötzl wurde von Hofrat Mag. Trappl die höchste Auszeichnung des ÖSB (Österreichischer Sängerbund) verliehen: Die Medaille Walther von der Vogelweide für überregionale Verdienste an der Chormusik. Der Verein bekam eine Urkunde für den 90-jährigen Bestand. Im selben Jahr fand ein Chorverbandsfest in St. Valentin statt, bei dem 16 Vereine teilnahmen. Auch bei der Einweihung des Funkturms für das Rote Kreuz am Rohrberg stellte der Chor sein Können unter Beweis. Unter dem Motto "Männerchöre aus dem Mostviertel" sangen MGV Haag und St. Valentin und Wallsee gemeinsam die deutsche Messe von Schubert in der Stadtpfarrkirche von Haag.

Am Valentinstag 1998 war eine besondere Veranstaltung geplant. Zum Fest unseres Ortspatrons wurde erstmals die Idee verwirklicht ein gemeinsames Auftreten aller St. Valentiner Chöre zu veranstalten. So wurde unter dem Motto "St. Valentin singt" die Blumenkantate als Uraufführung in Beisein des zeitgenössischen Salzburger Komponisten unter Mitwirkung folgender Chöre dargeboten: Männer-gesangsverein und Frauengesangsverein Einigkeit, Chor der Stadtpfarrkirche, Schülerchor und Ad Libitum.

Schließlich fand vom 29. April bis 2. Mai 1999 das 7. Niederösterreichische Volksmusikfestival "aufhOHRchen" in St. Valentin statt. Diese Veranstaltung wird von der Volkskultur Niederösterreich und dem Club Niederösterreich ausgerichtet und organisiert. Unter dem Generalthema "Arbeitswelt-Lebenswelt" gestaltete die Stadtgemeinde St. Valentin unter Teilnahme von Industrie, Gewerbe, Lehrern mit Schülern, Musik- und Chorvereinigungen diese erfolgreichen Kulturtage. Der Beitrag des Männergesangsvereins und des Frauengesangsvereins dazu war die Gestaltung einer Marienandacht am 30. April in der Kirche Rems, bei der auch die Goldhaubengruppe St. Valentin mitwirkte. Anschließend war in sieben Gaststätten "Wirtshausmusik" angesagt.


Veranstaltungen

Gausängerfeste
Bundessängerfeste
Liedertafeln
Heimatabende
Liederabende
Frühlingskonzerte
Heldenehrungen
Rundfunksingen
Adventsingen
Faschingsgschnas
Begräbnisse
Hochzeiten
Sonnwendfeiern
Primizfeiern
Fahnenweihen
Sängerfeste
Friedhofssingen
Sängerball


Einige Werke

Grubermesse
Deutsche Messe
Räuberoper Rinaldini
Mei Valentin
Amerikanische Spirituals
Schubertmesse
Deutsche Bauernmesse
Komm Holder Lenz
Freude schöner Götterfunken
Krönungsmesse


25 Jahre MGV Einigkeit
Ausflug 1913
MGV 1930
Sängerfest Strengberg 1951
Bundessängerfest Wels 1961
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